Kategorie: Haushaltstipps

Kachelofen - richtiger Umgang




Habe mir vor Jahren einen neuen Kachelofen zugelegt, da mir das Heizen mit Gas zu teuer wurde. Meinem Geldbörsel freuts und die Atmosphäre des prasselnden Feuers kann man mit nichts ersetzen. Es ist verdammt gemütlich, im warmen Wohnzimmer zu sitzen und einfach in die Flammen zu schauen.

Damit das Heizen mit dem Kachelofen auch tatsächlich zum Vergnügen wird, sollte man jedoch einige wichtige Hinweise und Tipps zum richtigen Heizen beachten.
 

Das richtige Holz

Die wesentlichste Komponente neben dem Kachelofen selbst, ist natürlich das Holz. Ideal ist ein naturbelassenes, luftgetrocknetes Holz mit bis zu 20 % Restfeuchte. Der richtige Trocknungsgrad wird durch gedeckte, luftige Lagerung im Freien nach mindestens zwei Jahren erreicht. Beim Kauf unbedingt darauf achten! Gutes Brennholz wurde drei Jahre gelagert, davon zwei Jahre abgedeckt, aber seitlich offen.

Nasseres Holz bitte vermeiden. Es entzündet bei weitem nicht so gut, der Rauchabzug ist schlechter, die Scheiben verrußen und der Heizwert ist viel geringer.

Was ein Kachelofen ganz und gar nicht verzeiht ist das Verheizen von Abfällen. Also niemals auf die Idee kommen, den Kachelofen dafür zu benutzen. Papier und Asche hat ebenfalls nichts im Kachelofen verloren. Das führt bloss zur Verrußung und außerdem entstehen Gifte we Dioxin.



 

Das richtige Anzünden bzw. Anheizen will gelernt sein

Dafür verwende ich dünneres Holz. Am besten das Holz kreuzweise im Brennraum so schlichten, dass eine “Pyramide” entsteht. Bei geringer Holzauflage werden die Holzscheite etwas lockerer, bei hoher Holzauflage etwas dichter geschlichtet.

Zu kleines Heizholz erzeugt nur ein kurzes Feuer und eignet sich daher nicht zum Anzünden. Ideal zum Anzünden sind Scheitel zwischen 8 und 10 cm Dicke.

Spanholz oder spezielle Anzündhilfen (in Paraffin getränkte Anheizstäbe) erleichtern das Anzünden ungemein. Papier zum Anzünden eher vermeiden, da es nur Rauch erzeugt und zu schnell verbrennt. Ist das Holz locker geschichtet wird es möglichst weit unten angezündet, bei dicht geschichtetem Holz eher im oberen Drittel.
 

 

!!! Luftzufuhr !!!

Beim Anheizen immer auf ausreichend, gute Luftzufuhr achten, um eine erfolgreiche und schadstoffarme Verbrennung zu ermöglichen.

Die Luftzufuhr erst dann reduzieren wenn über der Glut nur noch kurze blaue Flämmchen erscheinen. Wenn man dem Ofen zu früh die Luft abdreht, ensteht ein Schwelbrand, bei dem toxische Gase wie das Kohlenmonoxid entstehen.
 

Richtig reinigen bzw. entaschen

Bei richtiger Luftzufuhr und optimaler Verbrennung bleiben für gewöhnlich nur geringe Mengen Asche übrig, welche sich übrigens hervorragend als Dünger eignet. Die Asche aber nicht gleich nach jedem Heizvorgang entsorgen, denn sie dient als Schutz für die Schamottplatten, wenn man den Ofen wieder neu einheizt.
 

Tipp:

Was ich am Kachelofen sehr schätze ist die Glut die sehr lange auch über Nacht anhält. Dafür einige kleine Scheitel nachlegen und warten bis diese so richtig schön glühen. Danach den Luftregler schließen und sich auf ne schöne Wärme am nächsten Morgen freuen.

 

 




von Thomas

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Kommentare:


am 05.09.2016 um 11:12 Uhr schrieb Lisa
 
Stimme dir vollkommen zu – die Atmosphäre eines Kachelofens kann nichts ersetzen! Haben uns deswegen auch schon vor einigen Jahren einen fürs Wohnzimmer zugelegt :)
Leider haben wir viele der Fehler, die du hier aufzählst, gemacht … Haben uns deswegen nun einen neuen Ofen angeschafft und eine super Beratung bei http://ofenhaus-maric.at bekommen. Stöbern jetzt aber trotzdem im Internet noch weiter nach Tipps – der neue Ofen soll länger leben als unser letzter! Deinen Tipp mit der Wärme über Nacht werde ich gleich beim nächsten Heizen ausprobieren!


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