Kategorie: Winter

Richtiges Verhalten auf der Piste






Genauso wie im Straßenverkehr hat man sich auch auf der Piste an gewisse Regeln zu halten, schließlich ist man nicht immer alleine unterwegs. Zu Spitzenzeiten oder in der Ferienzeit tummeln sich sehr viele Menschen auf den Skipisten. Dabei ist es egal, ob man mit Schlitten, Ski, Snowboard oder gar zu Fuß unterwegs ist.

1. Vorsicht und Anpassung der Fahrgeschwindigkeit:

Jeder Benutzer einer Skipiste, Rodelfahrbahn oder Snowboard Halfpipe sollte sich so verhalten, dass er sich nicht selbst und schon gar nicht andere gefährdet oder verletzt. Daher soll die Fahrgeschwindigkeit an das eigene Können und an die Gelände-, Schnee- und Witterungsverhältnisse angepasst sein und die Geschwindigkeit reduziert werden, sobald mehr Leute auf der Piste unterwegs sind. Insbesondere gegenüber Kindern oder offensichtlichen Fahranfängern gilt erhöhte Aufmerksamkeit. Bei diesen Personengruppen muss man immer mit unerwartenden Reaktionen, insbesondere Stürzen rechnen, die dadurch den scheinbar freien Weg plötzlich versperren können. Halten Sie in diesem Fall daher einen noch höheren Sicherheitsabstand ein!

Vermeiden Sie unkontrollierte Sprünge, wie zB bei Kuppen wo Sie nicht wissen, wer oder was sich hinter der Kuppe befindet. Ein lautes Schreien nützt wenig, wenn dahinter ein Verletzter liegt!! Lassen Sie sich auch nicht vom Tempo anderer beeinflussen.

2. Hilfeleistung:

Es muss zur Selbstverständlichkeit gehören, dass man bei verunfallten Personen Hilfe leistet. Dazu gehören Unfallstelle sichern, nach Verletzungen schauen, gegebenenfalls Rettungsdienst alarmieren und natürlich auch Erste Hilfe leisten!

3. Personalien und Ausweispflicht:

Ob Verursacher eines Unfalls, unmittelbarer Zeuge oder erst später eintreffend: Bei einem Unfall sind immer die Personalien auszutauschen, um auch später noch Zeugenbefragungen durchführen zu können. Ein Führerschein oder ein sonstiger Ausweis dient zur Identifizierung.

4. Markierungen und Signale:

Beachten Sie unbedingt Sperrtafeln, Hinweis- und Gefahrenschilder. Sie gefährden ihr Leben bei Nichtbeachtung solcher Schilder. Das gilt verstärkt für Lawinensperrgebiete. Verlassen Sie nie ohne einen erfahrenen Ski- oder Bergführer die ausgewiesenen Pisten und Loipen. Nicht nur wegen der Sicherheit, sondern auch zum Schutze der Natur. Damit Sie sich nicht selbst unnötig gefährden, beachten Sie die Schwierigkeitsgrade der Pisten, welche in folgende Kategorien eingeteilt sind.

  • Blaue Markierung - leichter Schwierigkeitsgrad
  • Rote Markierung - mittlerer Schwierigkeitsgrad
  • Schwarze Markierung - schwerer Schwierigkeitsgrad

5. Eigenes Können:

Schätzen Sie Ihre eigenes Können objektiv ein und wählen Sie den richtigen Schwierigkeitsgrad. Insbesondere als Anfänger sollte man sich eher auf den blauen Pisten aufhalten. Außerdem gilt, je älter man ist, desto besser ist es zu Beginn der Saison nicht gleich eine schwarze Piste für die erste Abfahrt auszuwählen. Beginnen Sie leicht, den Schwierigkeitsgrad können Sie anschließend noch immer steigern.

6. Fitnesszustand:

Wenn Sie sich über das ganze Jahr hinweg kaum sportlich betätigen, ist es wichtig zumindest vor Beginn des Skiurlaubs ein leichtes Training zu absolvieren. Die meisten Unfälle passieren wegen wenig oder nachlassender Kondition. Das gleiche gilt auch nach einer Pause in der Skihütte, wenn der Magen voll ist oder gar Alkohl im Blut vorhanden ist.

7. Pausen einlegen:

Überschätzen Sie sich nicht und legen Sie hin und wieder Pausen ein. Das Liftfahren alleine ist of zu wenig. Wenn der Oberschenkel kontinuierlich brennt ist das ein Zeichen für Überanstrengung.

8. Gesundheitszustand:

Im Speziellen passionierte Skifahrer im Ruhestand, welche jahrelang auf Skiern standen, wollen es oft nicht wahrhaben, doch unter gewissen Umständen sollten sie die Piste nicht mehr aufsuchen. Es können viele Gründe vorliegen, wie zB bei Einnahme von Marcumar, welches zur Verdünnung des Blutes dient. Bei einem unglücklichen Sturz auf dem Kopf kann es zu einer Blutung im Gehirn kommen, dass das eigene Leben gefährden kann.

9. Fahrspur und Überholen:

Eine Fahrspurenregel wie im Autoverkehr gibt es beim Skifahren auf den Pisten nicht. Jeder kann sich frei im Hang bewegen wie er möchte. Trotzdem hat der von hinten Kommende so zu Fahren, dass er den zu Überholenden nicht in seiner Bewegung einschränkt. Der Vorausfahrende hat hinten keine Augen und keinen Rückspiegel, um zu sehen, dass er überholt wird.

Auch beim Queren eines Hanges ist höchste Vorsicht geboten. Bevor man einschlägt, immer nach oben schauen und sich vergewissern, dass kein anderer Pistenteilnehmer sich nähert. Hier herrscht größte Gefahr für einen Zusammenstoss.

10. Anhalten und Anfahren:

Ein Anhalten an unübersichtlichen oder engen Stellen ist nicht sehr ratsam. Auch der Stopp mitten in der Piste sollte vermieden werden. Einerseits kann man übersehen werden, andererseits kann man Beteiligter eines Unfalls werden, wenn ein Skifahrer stürzt und Sie unabsichtlich in den Sturz mitverwickelt, weil er nicht mehr ausweichen kann. Pausen sollte man generell am Rand der Piste oder noch besser am Anfang der Piste machen. Das Ende der Piste ist auch nicht immer die optimalste Stelle. Viele sind schon über das Ziel geschossen, weil sie den Stopp nicht kontrolliert ausführen konnten. Besonders aufpassen muss man, wenn man nach einem Halt wieder anfährt. Das Anfahren sollte sorgfältig durchgeführt werden, damit man sich vor allem bei voller Piste gut in den Fluss der Skifahrer einordnen kann.

11. Aufstieg und Abstieg:

Wer eine Skipiste zum Auf- oder Abstieg nutzt, speziell beim Tourengehen, sollte das immer am Rand der Piste machen. Wer gar mitten auf der Piste auf- oder absteigt, handelt leicht fahrlässig und gefährdet sich selbst und alle anderen Menschen auf der Piste.

Fazit

Wenn jeder Pistenteilnehmer sein Köpfchen nutzt und den Hausverstand einsetzt und sich und andere nicht unnötig gefährdet, dann sind die Pisten bei weitem nicht so gefährlich, wie es immer geschildert wird.
 




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